RAS - Remote Access Service
für
Windows NT 4.0© 1997-2000 svenh@itrain.de
|
Das Point-to-Point Tunneling Protokoll (PPTP)
Mit Hilfe des neuen Point-to-Point
Tunneling Protokolls besteht die Möglichkeit ein sogenanntes
virtuelles privates Netzwerk (VPN) aufzubauen. Dabei werden
Datenpakete in sicherer Form über das Internet
"geschleust" (Tunneling). Bei einem
"VPN-Tunnel" werden Daten in IP-Paketen so gekapselt,
daß Informationen, die ansonsten nicht dem IP-Standard
entsprechen würden, über das Internet gesendet werden können.
Ein PPTP-Client wird somit zu einem virtuellen Knoten in dem
privaten Netzwerk, zu dem er geschleust wird.
Die Verbindung zum RAS-Server via PPTP kann
dabei auf zwei unterschiedliche Arten aufgebaut werden:
Für Clients, die nicht das PPT-Protokoll
unterstützen, kann eine Verbindung zu einem Internet-Provider
hergestellt werden, der PPTP-Unterstützung anbietet. Vom
Internet-Provider aus wird dann eine geschützte PPTP-Verbindung
zum RAS-Server aufgebaut.
Clients, die das PPT-Protokoll
unterstützen (also zum Beispiel Windows NT 4.0 RAS-Clients)
können einen Verbindung zum Internet über einen beliebigen
Internet-Provider aufbauen. Anschließend wird der RAS-Server
über diese Verbindung durch das PPT-Protokoll angewählt;
dadurch wird sichergestellt, daß die übermittelten Daten nicht
abgefangen werden können.
Die folgenden Grafiken sollen diese beiden
Vorgehensweisen nochmals verdeutlichen:

Abbildung
23: Einfacher Client über PPTP-Service Provider

Abbildung
24: PPTP über "normalen" Service-Provider
Einrichten
des Point-to-Point Tunneling Protokolls
Das Point-to-Point Tunneling Protokoll wird
- wie andere Protokolle auch - über den Unterpunkt
"Protokolle" in der Netzwerkkonfiguration installiert.

Abbildung
25: Installation des PPT-Protokolls
Nachdem die entsprechenden Dateien auf den
Rechner kopiert worden sind, muß im nächsten Schritt festgelegt
werden, wieviel virtuelle Netzwerkverbindungen eingerichtet
werden sollen.

Abbildung
26: Konfiguration des PPT-Protokolls
Anschließend können die hinzugefügten,
virtuellen Netzwerke wie schon beschrieben im RAS-Setup
konfiguriert werden, d.h. für jeden virtuellen Anschluß werden
Anschluß- und Netzwerkeinstellungen vorgenommen.

Abbildung
27: Festlegen von Anschluß- und Netzwerkeinstellungen für
virtuelle Netzwerkanschlüsse
Besonderheiten
von PPTP auf dem RAS-Server
Um unbefugte Zugriffe auf das private
Netzwerk über das Internet zu verhindern, kann für die
installierten Netzwerkkarten die sogenannte PPTP-Filterung
aktiviert werden.
Dadurch ist der Zugriff auf
Netzwerkresourcen nur für Clients möglich, die das
PPT-Protokoll verwenden. Diese Einstellung wird in den
Eigenschaften des TCP/IP-Protokoll vorgenommen:

Abbildung
28: Aktivierung der PPTP-Filterung für eine Netzwerkkarte
[Inhalt] [Weiter]
© 1997-2000 svenh@itrain.de
|