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RAS - Remote Access Service
für Windows NT 4.0

© 1997-2000 svenh@itrain.de

RAS - Remote Access Service

Komponenten und Funktionsweise des Remote Access Service

Windows NT bietet mit dem Remote Access Service die Möglichkeit Clients über eine Modem-, ISDN- oder X.25-Verbindung mit dem lokalen Netzwerk zu verbinden. Dabei werden nicht nur die unterschiedlichsten Clients unterstützt, sondern es besteht auch eine große Flexiblität in der Auswahl und Kombinationsmöglichkeit der verwendeteten Netzwerkprotokolle.

Die über RAS mit dem NT-Netzwerk verbundenen Clients können auf die gesamte Funktionalität des Netzwerkes zurückgreifen, so als ob sie direkt lokal mit dem Netzwerk verbunden wären.


Abbildung 1: Aufbau eines RAS Zugangs

Für den Aufbau eines RAS-Netzwerks müssen die folgenden Komponenten konfiguriert werden:

  • RAS-Server
  • Windows NT RAS-Server bieten Clients die Möglichkeit eine Verbindung mit dem Server oder auch dem gesamten Netzwerk aufzubauen. NT RAS-Server können für bis zu 256 simultane Verbindungen konfiguriert werden.
    • Remote-Access Protokolle
  • Die Verbindung zwischen einem RAS-Client und dem RAS-Server kann über verschiedene RAS-Protokolle realisiert werden.Aus der NT Version 3.1 übernommen, wird immer noch ein Microsoft eigenes RAS-Protokoll, das auf dem NetBEUI-Protokoll basiert, angeboten. Seit der Version 3.5 können aber auch PPP (Point-to-Point Protocol) und SLIP (Serlal Line Interface Protocol) verwendet werden. Über eine PPP-Verbindung können mehrere LAN-Protokolle gleichzeitig verwendet werden. Außerdem unterstützt PPP die Kennwort-Verschlüsselung, automatische Fehlerbehandlung und Komprimierungsfunktionen.
    • LAN Protokolle
  • Unabhängig von der Wahl des Remote-Access Protokolls werden für RAS-Verbindungen das oder die zu verwendenden LAN-Protokolle wie TCP/IP, IPX/SPX oder NetBEUI, festgelegt.
    • RAS-Clients/DFÜ-Netzwerk
  • Die Client-Funktionalität des RAS-Dienstes wurde in Windows NT 4.0 in DFÜ-Netzwerk umbenannt, um mit dem unter Windows 95 verwendeten Namen kompatibel zu bleiben.
    Über das DFÜ-Netzwerk kann eine Verbindung zu einem Windows NT RAS-Server oder einem anderen PPP/SLIP-Server hergestellt werden. Windows NT enthält außerdem Installationsprogramme für einen RAS-Client für Windows für Workgroups. Die RAS-Client Funktionalität ist in Windows 95 im DFÜ-Netzwerk integriert.
    • RAS-Verbindungen
  • RAS-Verbindungen können über Modem, ISDN-Karten, Nullmodem und X.25-Verbindungen hergestellt werden. Seit der Version 4.0 von NT kann außerdem das PPT-Protokoll (Point-to-Point Tunneling Protokoll) verwendet werden, um RAS-Verbindungen sicher und geschützt über eine Internet-Verbindung zu schleusen.
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